Diese Wege führen ins mobile Netz
Netflix, Socialmedia und Surfen im Campingurlaub
Urlaub bedeutet für Viele: abschalten vom Alltag, aber nicht vom Internet. Denn das Netz ist steter Reisebegleiter. Ob für die Suche nach einem Campingplatz oder das Teilen von Urlaubserlebnissen. Hier erfährst du, wie du den Empfang unterwegs optimierst.
Inhaltsverzeichnis
Was ist am Internetempfang beim Camping besonders?
Hier möchte ich dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie du dich im Campingurlaub mit dem Internet verbinden kannst. Aktuell begleiten sich Socialmedia und Google dich überall - ob in der Stadt, am Badesee oder auf Tagesausflügen aller Art: Doch der Internetempfang beim Campen funktioniert anders.
Tatsächlich gibt es hinsichtlich des mobilen Internets einige Besonderheiten. Insbesondere dann, wenn du über einen langen Zeitraum das Internet intensiv nutzt. Hinsichtlich Kosten sowie Empfangsqualität gibt es durchaus Unterschiede.
Es gibt unterschiedliche Arten, das Internet im Wohnmobil oder Wohnwagen nutzen zu können. Direkt über das mobile Datennetz deines Smartphones, über einen LTE-Router oder via Satellit. Ich stelle dir alle Möglichkeiten vor.
Hier findest du WLAN-Adapter, Router und Repeater im Berger Onlineshop.
Mobiles Internet via Sim-Karte
Der einfachste Weg ins Internet führt direkt über die im Smartphone oder Tablet eingelegte Sim-Karte. Auch einige Laptops sind mit einem entsprechenden Slot zur Aufnahme einer Sim-Karte ausgestattet.
Bereits seit dem Jahr 2017 ist das Datenroaming innerhalb der EU abgeschafft. Das bedeutet: surfst du im EU-Ausland im Internet, werden dir keine zusätzlichen Gebühren berechnet. War es zuvor oft kostengünstiger, mit einer Prepaidkarte eines nationalen Providers zu surfen, kannst du seit einigen Jahren deine deutsche Sim-Karte bedenkenlos im Ausland nutzen.
Dennoch solltest du dich vor der Reise bei deinem Mobilfunkanbieter erkundigen, ob für bestimmte Länder gesonderte Gebühren erhoben werden. Das kann schon bei der Durchfahrt durch ein nicht EU-Land der Fall sein. Beispielsweise für die Schweiz verlangen manche Anbieter Roaminggebühren, sobald sich das Smartphone in das nationale Netz automatisch einwählt. Reist du in ein Nicht-EU-Land (z.B. Großbritannien), kann sich der Kauf einer Prepaidkarte eines nationalen Anbieters lohnen.
Internetverbindung über einen mobilen Router
Es kann in bestimmten Situationen auch von Vorteil sein, einen mobilen Router zu nutzen. Das meist handtellergroße Gerät bestückst du mit einer Sim-Karte eines beliebigen Providers. Viele Mobilfunkbetreiber bieten optional auch eine Zweitkarte an, mit der du das Datenvolumen deines Handyvertrages auch auf dem mobilen Router nutzen kannst.
Über einen mobilen Router kannst du dein Laptop oder ein Tablet unterwegs mit dem Internet verbinden. Das würde zwar auch über die Hotspot-Funktion eines Smartphones funktionieren, mit dem Router schonst du jedoch den Akku und gegebenenfalls das Datenvolumen deines Smartphones. Außerdem lassen sich mehrere Endgeräte gleichzeitig mit dem mobilen Router verbinden.
Internet via Satellit
Auch mit einer internetfähigen Sat-Anlage kannst du unterwegs im Internet surfen. Diese Methode ist allerdings nur wenig verbreitet und mit hohen Kosten verbunden. Der Vollständigkeit halber möchte ich auch kurz auf Satelliteninternet eingehen.
Aufgrund der geringen Nachfrage und der immer besseren Abdeckung des Mobilfunknetzes sind internetfähige Sat-Anlagen inzwischen weitestgehend vom Markt verschwunden.

Entsprechende Geräte wurden bis vor wenigen Jahren noch von Herstellern wie Teleco und ten Haaft angeboten – zu Neupreisen über 3.000 Euro. Crystop hat mit der Autosat 2S Internet noch eine internetfähige Sat-Anlage im Programm. Damit du mit einer Sat-Anlage im Internet surfen kannst, musst du einen Vertrag bei einem Provider abschließen. Auch hierfür sind die Kosten im Vergleich zum Mobilfunknetz wesentlich teurer.
4G-/5G-Netzabdeckung in Europa
Die 4G-Abdeckung in Deutschland beträgt, wie in nahezu allen anderen europäischen Ländern, derzeit etwa 99 Prozent. Nur in dünnbesiedelten Ländern wie Schweden oder Dänemark ist der LTE-Empfang noch nicht überall gegeben.
Die 5G-Abdeckung in Deutschland ist flächendeckend sehr weit fortgeschritten: Über 92 % der Fläche des Bundesgebiets sind laut der Bundesnetzagentur mit 5G versorgt (Stand 04/2024). Auch in den anderen Ländern Europas gibt es ein sehr gut ausgebautes 5G-Netz.
Fazit: Internetverbindung auf Reisen ist kein Hexenwerk
In vielen Urlaubsregionen brauchst du für mobilen Internetempfang keine Spezialausrüstung. Denn in Europa ist das LTE-Netz großflächig ausgebaut (mal abgesehen von Deutschland). Wenn du mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Internet verbinden möchtest, kann ein mobiler Router jedoch nützlich sein. Mit einer internetfähigen Satellitenanlage hast du sogar in der marokkanischen Wüste Internetempfang.



























