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© Fritz Berger

10 Schlechtwetter Campingtipps

Wie es trotz Regen Spaß macht!

Beim Campen solltest du immer auf ein paar Schlechtwettertage vorbereitet sein. Ich zeige dir, wie du dich außerdem perfekt vor Wind und Wind schützt und, wie du bei Schlechtwetter für gute Stimmung sorgst. So lässt du schlechtes Wetter draußen!


Inhaltsverzeichnis


Tipp 1: Der richtige Stellplatz

Du kannst bereits bei der Wahl des Stellplatzes für Schlechtwetterprophylaxe sorgen. 

Unsere Tipps:

  • Prinzipiell ist es nicht schlecht, wenn der Platz ein bisschen abschüssig ist, so kann das Wasser in eine Richtung abfließen. Suche dir einen Stellplatz, auf dem aber zumindest dein Zelt oder Vorzelt geradestehen kann. Deinen Wohnwagen oder Wohnmobil kannst du dann durch die Stützen und Keile ausgleichen.
  • Vermeide tiefe Mulden, denn dort kann sich bei starkem Regen viel Wasser sammeln und dein (Vor-)Zelt unter Wasser setzen.
  • Suche am besten eine Stelle mit sandigem Boden aus. Das Regenwasser kann dort besser versickern und staut sich nicht.
  • Gibt es windgeschützte Stellplätze, sind diese empfehlenswert. Hier eignen sich vor allem Hecken oder große Bäume als Witterungsschutz. Aber auch auf der Rückseite von Gebäuden, wie dem Miniclub oder dem Supermarkt, seid ihr bei schlechtem Wetter besser vor Regen oder starkem Wind geschützt.

Tipp 2: Verwende eine Bodenplane 

Viele Camper vertrauen beim Zelten im Regen vor allem auf die wasserdichten Zeltwände. Doch mindestens genauso wichtig ist es, dass du dich vor Wasser von unten schützt. Lege deshalb eine robuste Plane unter das Zelt oder Vorzelt, bevor du aufbaust. Achte dabei darauf, dass an den Rändern ein ausreichend hoher Rand besteht, damit das Wasser nicht überlaufen kann.

Flaches rechteckiges graues Tuch, gespannt in schwarzem Metallrahmen mit Befestigungsbügeln, auf weißem Hintergrund
Universell einsetzbare Wasserschutzplane © Wasserschutzplane

Am besten misst du dein Zelt oder Vorzelt schon vor dem Urlaub aus, damit du eine ausreichend große Bodenplane kaufen kannst. Bitte achte aber darauf, dass wasser- und somit luftundurchlässige Planen nicht auf allen Campingplätzen gestattet sind. Um der Vegetation nicht zu schaden, sind Planen auf grasbewachsenen Stellplätzen generell verboten, auf betonierten oder geschotterten Plätzen sind sie aber normalerweise kein Problem.

Mehr Infos zum richtigen Vorzeltboden findest du hier.


Tipp 3: Nimm dir Zeit beim Aufbauen

Je besser du dich vorbereitet hast, desto besser bist du bei Schlechtwetter vor Wind und Regen geschützt.

  • Prüfe alle Reißverschlüsse auf ihre Funktionsfähigkeit. Geht jeder Reißverschluss leicht auf und zu? Fehlt ein Zähnchen oder hängt der Schlitten? Schuster oder Sattler können so etwas schnell reparieren.
  • Am besten imprägnierst du deine Zeltwände bereits vor Abfahrt. Es ist aber auch nie verkehrt, ein Imprägnierspray dabei zu haben. Wie du dein Zelt richtig imprägnierst, zeigen wir dir hier.
Unterarm und Hand halten eine Sprühdose neben einer grünen Zeltwand
Imprägniere dein Zelt vor der Abfahrt © Fritz Berger
  • Sorge dafür, dass alle Zeltheringe fest im Boden verankert sind. Sichere sie bei Bedarf mit schweren Steinen. Hier erfährst du alles über Heringe.
  • Nutze Abspannleinen, um dein Zelt oder die Markise zusätzlich vor Windböen zu sichern.
  • Spann besonders das Vorzelt gut ab, damit sich bei starken Regenfällen keine Wasserpfützen auf dem Dach bilden.

Nimm am besten ein Reparaturset mit, um Schäden an der Zeltwand schnell zu beheben.


Tipp 4: Nässe bleibt draußen

Nasse Kleidung oder Schuhe erhöhen die Luftfeuchtigkeit in Zelten oder Campingmobilen enorm. Sie verhindern, dass es im Zelt wirklich trocken ist, da die Feuchtigkeit innen an der Zeltwand kondensiert und bei Regen nicht abziehen kann. Lass deine durchnässten Sachen deshalb am besten immer im Vorzelt trocknen. Alternativ könnt ihr auch eine Plastikkiste draußen stehen lassen, in der nasse Schuhe verstaut werden. Kleidung könnt ihr auch im Wäscheraum eures Campingplatzes aufhängen, wenn ihr sonst keinen geeigneten Platz findet.


Tipp 5: Ausreichende Belüftung

Klar, wenn es draußen schüttet, solltest du offene Fenster oder Lüftungsöffnungen vermeiden, die dem Regen direkt ausgesetzt sind. Dennoch ist es wichtig, dass du dein Zelt oder Reisemobil durchlüftest.

Arm und Hand ziehen die Reißverschlussklappe eines grünen Zeltes mit dunklen vertikalen Streifen auf
Fenster einen Spalt öffnen © Fritz Berger

Im Wohnmobil oder -wagen könnt ihr die Fenster offenlassen, die durch das Vorzelt geschützt sind. Auch Dachluken kann man oft nur einen Spalt öffnen, sodass kein Wasser eindringen kann. Im Zelt könnt ihr die Tür aufstellen, wenn der Regen nicht zu stark ist. Viele Zelte haben auch gut geschützte Lüftungsschlitze.


Tipp 6: Ordnung schaffen

Wenn die Sonne scheint, die Umgebung zu Ausflügen lockt oder das Meer zum Baden ruft, ist Aufräumen sicherlich das Letzte, woran du beim Campen denkst. Wenn du dich aber längere Zeit im Zelt oder Reisemobil aufhalten musst, weil es sich eingeregnet hat, kannst du ein wenig Ordnung schaffen. Du kannst die Zeit nutzen und Wäsche zu wegräumen oder Campingzubehör aufräumen. Wenn es ordentlicher ist, hält man es auch besser unter dem Zeltdach aus.


Tipp 7: Werde nicht zum Stubenhocker

Dauerregen beim Campen kann nach einiger Zeit zum "Lagerkoller" führen. Die gute Nachricht: Ihr müsst ja nicht zwingend im Zelt oder Campingmobil verharren, bis das Wetter besser wird. Ausgestattet mit Regenschirm und Regenjacke könnt ihr euch auch im Regen draußen bewegen. Viele Tiere kommen erst bei Regen raus und so lassen sich Krabben am Strand ganz ungestört beobachten. Auch Hasen und viele Vögel stört der Regen nicht.

Kind in grüner Steppjacke und grauer Mütze tritt einen schwarz-weißen Fußball auf einer Wiese vor einem weißen Wohnwagen; Lichterkette am Vorzelt, weitere Personen im Hintergrund
Draußen bei schlechtem Wetter © Hobby

Tipp 8: Indoor-Aktivitäten suchen

Zwei Personen in blauen Shirts bouldern an einer hellen Holz-Kletterwand mit bunten Griffen, graue Bodenmatten
Abwechslung in der Kletterhalle © Bianca Werner_Pixabay

Gibt es eine Kletterhalle, ein Hallenbad oder vielleicht ein Fitnessstudio in der Nähe? Dann könnt ihr euch die Schlechtwetterzeit mit ein wenig körperlicher Betätigung vertreiben. Nicht ganz so sportlich, aber auch mit Abwechslung verbunden, sind Stadtbummel. Shoppen und Kaffeetrinken machen auch Spaß! Oder nutzt die Gelegenheit und besucht ein Museum oder andere Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Oder wie wäre es mit einem leckeren Essen in einem Restaurant?


Tipp 9: Ortswechsel

Regentropfen auf Windschutzscheibe, verschwommene Rücklichter eines Autos, nasse Fahrbahn und dunkle Wolken
Bei Regen weiterfahren © PublicDomainPictures_Pixabay

Wenn ihr das Glück habt und den Wetterbericht vorausschauend verfolgt, könnt ihr euch bei einem kommenden Wetterumschwung überlegen, ob ihr die Gelegenheit nutzen und weiterziehen wollt.  Bei Regen und schlechtem Wetter verpasst ihr nichts, sondern macht das Beste daraus, wenn ihr diese Phase als Reisezeit verplant. So könnt ihr abreisen und weitere schöne Ecken eurer Urlaubsregion erkunden.


Tipp 10: Gemütlichkeit

Schlechtwetterphasen können nerven, aber auch Chancen bieten. Wenn man ohnehin nichts draußen unternehmen kann, nutzt die Zeit doch, um zu lesen oder zu entspannen. Macht es euch gemütlich! Besorgt euch etwas Leckeres zu knabbern und hört Musik. Macht einfach alles, was euch guttut.

Zwei Personen sitzen in einem Bett im Inneren eines Wohnmobils, zugedeckt mit einer Decke und blicken auf ein Tablet; Regale und Leselampen sind im Hintergrund sichtbar
Gemütlicher Tag im Wohnwagen © Hobby-Wohnwagenwerk, Ing. Harald Striewski GmbH

Fazit: schlechtes Wetter macht Spaß

Es gibt Dinge, die wir ändern können und Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben. Zu Letzteren gehört eine Schlechtwetterperiode.

Was wir aber tun können, ist, uns mit der richtigen Vorbereitung und Ausstattung gegen Schlechtwetter zu rüsten. Wenn es dann schüttet oder windet, gibt es genügend Möglichkeiten, um sich den Campingspaß nicht vom Wetter vermiesen zu lassen.


Autor/in

Svenja

Svenja ist seit Jahren mit Mann, Kind und Hund im Zelt und Wohnwagen durch Europa unterwegs. Sie liebt die Entschleunigung, die man beim Campen erfährt.
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