Welche Bordbatterie ist die Richtige für dein Wohnmobil?
Eine Übersicht über die verschiedenen Batterietechniken
Wenn du abseits von Stromanschlüssen campierst und dennoch Kühlschrank oder TV-Gerät nutzen möchtest, ist in der Regel die Bordbatterie für die Stromversorgung zuständig. Wir zeigen dir, welche Typen es gibt und welche Bordbatterie sich wann eignet.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Bordbatterie?
- Warum brauche ich überhaupt eine Bordbatterie?
- Zentrales Leistungsmerkmal von Bordbatterien: Die Anzahl der Ladezyklen
- Es gibt vier Arten von Bordbatterien
- Richtiges Laden hält deine Batterie länger am Leben
- Die Leistung deiner Batterie steigern
- Fazit: Preis und Nutzung sind entscheidend
Was ist eine Bordbatterie?
Eine Bordbatterie ist dafür da, deine elektronischen Geräte im Wohnmobil, landstromunabhängig, über längere Zeit mit Energie zu versorgen. Die Bordbatterie wird über ein dauerhaft angeschlossenes Ladegerät immer wieder aufgeladen und speichert den Strom wie ein Akku.
Je nach Batterietyp lassen sich Bordbatterien bis zu 90 Prozent entladen.
Warum brauche ich überhaupt eine Bordbatterie?
Die Starterbatterie ist für die Stromversorgung im Basisfahrzeug da und bekommt ihren Strom über die Lichtmaschine deines Fahrzeugs. Sie versorgt den Motor für das Anlassen mit Strom, unterhält das Bremslicht, das Navi und die Lüftung. Für die Stromversorgung an Bord sind Starterbatterien ungeeignet, weil sie nicht für das zyklische Auf- und Entladen ausgelegt sind.
Zentrales Leistungsmerkmal von Bordbatterien:
Die Anzahl der Ladezyklen
Die Lebensdauer einer Bordbatterie hängt unter anderem davon ab, wie viele Ladezyklen sie aushält. Ein Ladezyklus beschreibt das vollständige Aufladen der Batterie um 100 Prozent, wird aber je nach Hersteller unterschiedlich definiert.
Die angegebene Zyklenzahl bei Bordbatterien zeigt dir an, wie viele Ladezyklen ein Akku übersteht, ohne dass sich dessen Speicherleistung reduziert. Diese Eigenschaft wird auch Zyklenfestigkeit genannt.
Eine leistungsfähige Batterie zeichnet sich durch eine hohe Zyklentiefe aus, was bedeutet, dass sie besonders weit entladen werden kann, ohne dass dies nennenswerte negative Effekte hervorruft.
Es gibt vier Arten von Bordbatterien
- Nassbatterien
- Gel-Batterien
- AGM-Batterien
- Lithium-Batterien
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Nassbatterien

Eine Nassbatterie, auch Blei-Säure-Batterie genannt, besteht aus einem Säure-Wasser-Gemisch mit Elektroden aus Blei.
Eine Nassbatterie bedient sich einer einfachen Bauweise und bietet eine günstige Ladetechnik.
Sie eignet sich für Camper,
- … die Landstrom beziehen und auf Stellplätzen oder Campingplätzen übernachten.
- … die wenig und kurz autark stehen.
- … die ihre Bordbatterie schnell wieder aufladen.
- … mit einem Wohnmobil mit geringen Verbrauchern.
Mehr Infos zu Nassbatterien findest du in diesem Blogbeitrag.
Gel-Batterien

Gel-Batterien sind die Weiterentwicklung von Nassbatterien und ähnlich aufgebaut, außer, dass die Elektroden in Gel gebunden und die Bleiplatten dicker sind.
Sie eignet sich für Camper,
- … die eine leistungsstarke Batterie benötigen.
- … die oft und länger Freistehen und nicht an das Stromnetz gebunden sein wollen.
- … die vorzugsweise in warme Gegenden reisen.
- … die beim autark Campen nur wenige Elektrogeräte nutzen, die einen geringen Stromverbrauch haben.
- … die keinen Wartungsaufwand haben möchten.
Mehr Infos zu Gel-Batterien findest du in diesem Blogbeitrag.
AGM-Batterien

AGM-Batterien (= Absorbent Glass Mat) vereinen die Vorteile von Nass- und Gel-Batterien.
Sie sind nicht geflutet, sondern bestehen aus einem Glasfaservlies, das mit Schwefelsäure gesättigt ist.
Sie eignet sich für Camper,
- … die einen Akku mit viel Power suchen.
- … die auch im Winter verreisen.
- … die viele Elektrogeräte mit einem hohen Verbrauch nutzen (auch über Wechselrichter).
- ... mit einer Solaranlage auf ihrem Wohnmobildach.
- … die ihre Batterie schnell geladen haben wollen.
Mehr Infos zu AGM-Batterien findest du in diesem Blogbeitrag.
Lithium-Batterien

Lithium-Batterien kennen wir aus unserem Smartphone. Im Freizeitfahrzeug wird diese moderne Technik in Form von LiFePO4-Akkus verwendet.
Anders als bei den vorherigen Batterien besitzt diese Batterietechnik eine eigene Elektronik, das BMS (Batterie-Management-System), welches sich selbst steuert.
Sie eignet sich für Camper,
- … die einen optimalen Energiespeicher suchen.
- … die eine Klimaanlage und/oder einen Wechselrichter mit hohen Verbrauchern nutzen.
- … die einen hohen Stromverbrauch haben.
- ... die sehr oft verreisen und auch gerne autark sein möchten.
- … die auf die modernste Technik setzen.
Mehr Infos zu Lithium-Batterien findest du in diesem Blogbeitrag.
Hier findest du eine Übersicht an Lithium-Batterien
Richtiges Laden hält deine Batterie länger am Leben
Auch Folgendes ist wieder abhängig vom Batterietyp: Eine Batterie hält länger, wenn du sie nur selten komplett entlädst. Campst du häufig über einen längeren Zeitraum autark und brauchst damit die ganzen Batteriekapazitäten auf, musst du früher oder später mit weniger Akkuleistung rechnen. Solltest du über einen längeren Zeitraum dein Fahrzeug nicht nutzen, macht es für deine Batterie Sinn, diese in regelmäßigen Abständen zu 100 Prozent aufzuladen.
Vor der Einlagerung deines Reisemobils empfehlen wir dir, deine Batterie im vollaufgeladenen Zustand aus dem Fahrzeug auszubauen und bei leichten Plusgraden zu lagern.
Möchtest du deine Batterie aufrüsten, musst du immer die Verträglichkeit mit dem Ladegerät überprüfen, denn eine AGM-Batterie kann nicht mit einem Ladegerät betrieben werden, das für Nassbatterien ausgelegt ist. Es gibt aber auch Multigeräte, die entsprechende Einstellungen für mehrere Batterietypen haben.
Was sich außerdem positiv auf die Lebensdauer deiner Bordbatterie auswirkt, ist ein Ladebooster. Seine Hauptaufgabe ist es, die Bordbatterie ohne Spannungsschwankungen und Leistungsverluste – was insbesondere Fahrzeuge mit Euro-6-Norm betreffen kann – zu laden. Im Reisemobil etwa wird er zwischen die Starter- und Bordbatterie geschaltet. Dort stabilisiert er die Ladespannung zur Bordbatterie, was sich positiv auf ihre Lebensdauer auswirkt.
Hier geht's zum Ladebooster von Berger, der mit verschiedenen Batterietypen kompatibel ist.
Hier findest du eine Auswahl an verschiedenen Ladegeräten
Die Leistung deiner Batterie steigern
Je nachdem, ob du eine höhere Kapazität oder eine höhere Spannung benötigst, gibt es die Option der Parallel- oder Reihenschaltung.
Nur baugleiche Batterien dürfen zusammengeschlossen werden.

Fazit: Preis und Nutzung sind entscheidend
Es zeigt sich: Jede Batterietechnik hat bestimmte Vor- und Nachteile, die je nach Anspruch und Nutzungsverhalten zum Tragen kommen. „Die" perfekte Bordbatterie gibt es im Allgemeinen also nicht. Auch, wenn man hier etwas tiefer in die Tasche greifen muss: Unserer Meinung nach ist die Lithium-Batterie – insbesondere auf lange Sicht – die beste Wahl! Schließlich ist sie am wartungsärmsten, unempfindlichsten und verfügt über eine lange Lebensdauer.



























