So funktioniert die Wasserversorgung in Wohnwagen und Wohnmobil
Alles über Aufbau und Funktionsweise der Wasseranlage
Damit beim Campen Wasser aus dem Hahn fließt, muss es verschiedene Teile der Wasseranlage durchlaufen. Hier gebe ich dir einen Überblick, wie die Wasserversorgung in Wohnmobil und Wohnwagen funktioniert.
Inhaltsverzeichnis
- Aus welchen Komponenten besteht die Wasseranlage im Campingfahrzeug?
- Wassertank und mobile Wasserbehälter
- Ab- und Grauwassertank im Campingfahrzeug
- Wasserpumpen beim Camping: Druck- und Tauchpumpen
- Wasserleitungen für Warm- und Kaltwasser
- Spezielle Camping-Armaturen
- Fazit: Für die Wasserversorgung ist kein Hightech nötig
Aus welchen Komponenten besteht die Wasseranlage im Campingfahrzeug?
Grundsätzlich besteht die Wasseranlage in einem Wohnwagen, Wohnmobil oder Campingbus aus den folgenden Bestandteilen:
- Frischwassertank
- Grauwassertank
- Wasserpumpe
- Wasserleitungen
- Armaturen
Wassertank und mobile Wasserbehälter

Bei größeren Campingfahrzeugen ist der Wassertank in der Regel fest eingebaut. Häufig findest du den Wasserbehälter unter der Sitzgruppe oder bei Kastenwagen seitlich im Heckstauraum. Zum Befüllen findet sich eine Öffnung an der Außenwand des Fahrzeugs. Hier kannst du Wasser mit Hilfe eines Schlauchs, einer Gießkanne oder eines Kanisters einfüllen. In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, wie du den Frischwassertank richtig befüllst.
Kleine Campingbusse und kompakte Wohnwagen sind zum Teil mit mobilen Wasserkanistern ausgestattet. Diese lassen sich aus dem Fahrzeug entnehmen und am nächstgelegenen Wasserhahn befüllen. Hier findest du Wassertanks zum Festeinbau im Berger Onlineshop.
Ab- und Grauwassertank im Campingfahrzeug

Das Abwasser wird in einem sogenannten Grauwassertank gesammelt. Dieser Abwassertank ist in der Regel am Unterboden, außerhalb des Wohnraums, angebracht. Der Grauwassertank lässt sich meistens über einen Hebel in der Nähe des Auslaufstutzens öffnen. Einige hochpreisige Wohnmobile bieten auch ein elektronisches Ventil, das sich per Knopfdruck öffnen und schließen lässt. Der entsprechende Schalter befindet sich häufig im Fahrerbereich oder in einem Außenstaufach beziehungsweise in der Heckgarage.
Wohnwagen besitzen häufig keinen eingebauten Grauwassertank. Das verbrauchte Wasser läuft stattdessen durch ein Rohr ins Freie. Daher verwenden Caravaner so genannte Wassertaxis. Das sind rollbare Wasserbehälter, die sich unter den Wohnwagen schieben lassen. Das Grauwasser sammelt sich im Wassertaxi, bis du es auf dem Campingplatz entleerst. Hier findest du verschiedene Grauwasserbehälter im Berger Onlineshop.

An heißen Tagen können sich im Wohnraum unangenehme Gerüche ausbreiten. Diese gelangen über das Leitungssystem vom Grauwassertank in den Innenraum. Mit einem Abwasserzusatz kannst du Gerüche bekämpfen und reinigst gleichzeitig Abflüsse und Grauwassertank. In diesem Blogbeitrag erfährst du alles zur Reinigung des Grauwassertanks.
Hier findest du alle Sanitärzusätze und -flüssigkeiten im Berger Onlineshop.
Wasserpumpen beim Camping: Druck- und Tauchpumpen

Eine Pumpe fördert das Wasser aus dem Frischwassertank. In Campingfahrzeugen unterscheiden wir bei den Wasserpumpen zwei verschiedene Arten: Tauchpumpen und Druckpumpen. Beide lassen sich mit Batteriestrom betreiben. Hier findest du alle Wasserpumpen im Berger Onlineshop.
- Die Tauchpumpe befindet sich direkt im Wassertank. Öffnest du einen Wasserhahn, aktiviert ein in der Armatur integrierter Mikroschalter die Pumpe. Sobald du den Hahn schließt, stoppt auch die Pumpe wieder. In diesem Blogbeitrag erklären wir dir ganz genau, wie eine Tauchpumpe funktioniert.
- Eine Druckpumpe kann an beliebiger Stelle entlang der Wasserleitung eingebaut werden. Die Pumpe selbst befindet sich im Trockenen, das Wasser fließt lediglich durch sie hindurch. Fällt der Wasserdruck in den Leitungen unter einen zuvor eingestellten Wert ab, pumpt die Druckpumpe so lange, bis der gewünschte Druck wieder erreicht ist.
In diesem Blogbeitrag erfährst du mehr über Wasserpumpen in Wohnmobil und Wohnwagen.
Wasserleitungen für Warm- und Kaltwasser
Durch Schlauchleitungen gelangt das Frischwasser vom Tank zur Armatur. Für Warm- und Kaltwasser gibt es jeweils eigene Schläuche, die im Camper nebeneinander verlegt sind. Wasserleitungen in Wohnmobil oder Wohnwagen sollten nach der Trinkwasserverordnung zugelassen sein. Damit verbunden sind beispielsweise auch unterschiedliche Anforderungen an das Material der Schläuche.
Warmwasserschläuche müssen höhere Temperaturen aushalten als Kaltwasserschläuche. Damit die Schläuche nicht verwechselt werden, kennzeichnet Hersteller Lilie seine Wasserleitungen mit einem blauen beziehungsweise roten Streifen. Hier findest Schlauchsysteme für Warm- und Kaltwasser im Berger Onlineshop.
Spezielle Camping-Armaturen

In Wohnwagen und Wohnmobil finden sich spezielle Wasserhähne und Duschköpfe. Diese sind leichter als die Armaturen zuhause. Außerdem sind campingspezifische Wasserarmaturen häufig mit einem Mikroschalter ausgestattet, der zur Aktivierung der Tauchpumpe benötigt wird (siehe Abschnitt Wasserpumpe). Hier kannst du nachlesen, welchen Wasserhahn du im Wohnmobil benötigst.
Fazit: Für die Wasserversorgung ist kein Hightech nötig
Eine Wasseranlage ist kein Hexenwerk. Auch als Technik-Laie versteht man schnell, wie die Wasserversorgung im Camper funktioniert. Sollte das Wasser einmal nicht wie gewünscht fließen, erleichtern dir Kenntnisse über die einzelnen Bauteile die Fehlersuche.



























